Machold

Ein klassisches Bierhaus wie es sein sollte. Das Machold in der Bonner Altstadt.

Rustikales Ambiente. Deftiges Essen in großen Portionen. Gesellig. Viel Holz und Kupfer. Emsige Servicekräfte.

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Viele glauben, dass hier Selbstgebrautes auf den Tisch käme, dem ist aber nicht so. Das ist ja nicht schlimm, aber die Art der Eigenwerbung führt viele an der Nase herum und das ist nicht so schön. Das Essen wird von vielen als überteuert angesehen. Es ist kein supertolles Essen, sondern ein gutes Bierhausniveau. Wer Pressspan essen will, soll halt zum Glutamatchinesen gehen, denn da ist es günstig und unendlich viel.

Das Publikum ist so zwischen 40-65 Jahre anzusehen. Empfehlen kann ich das Machold für größere Gruppen, da man hier viel Platz hat in unterschiedlichen Räumlichkeiten und auch Feiern in abgetrennten Räumlichkeiten sind möglich. Bei Interesse einfach mal dort anrufen.

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Meyer`s

Das Meyer ist eine dieser Kneipen-Restaurants auf der Poppelsdorfer Gastromeile. Wurde renoviert und hat ein modernes und rustikales Ambiente. Im Meyer ist es immer schön voll und ich würde das Zielpublikum auf die 35-50 jährigen reduzieren. Studium hat man hinter sich, will aber noch weggehen und sich amüsieren und das in etablierter Kneipenatmosphäre. Dann geht man ins Meyer`s.

Was mir gut gefällt sind engagierte Servicekräfte. Ob das an Gehalt oder Einarbeitung liegt, weiss ich nicht, da ich hier niemanden kenne, den ich mal befragen könnte, aber alle Erfahrungen sind bisher derart, dass ich immer angelächelt werde, freundlich beraten werden und man Ruhe ausstrahlt, egal wie sehr der Laden brummt. Das freut mich als Gast natürlich ungemein.

 

2012-10-30_Bonn_Meyers_006Das Essen ist ein gutes und deftiges Kneipenessen mit riesigen Portionen, wie man das aus Brauhauslokalen kennt. Dazu eine Spezialisierung auf Burger in verschiedenen Varianten. Tut mir leid, dass mein Handyfoto so schlecht ist, aber die Lichtverhältnisse gaben nicht mehr her.

Das Meyer`s geht weit nach hinten durch und somit passen wirklich viele Leute hier rein und man kann wunderbar auch für große Gruppen reservieren und hier feiern. Egal, ob mit der Abteilung oder dem Blasorchester oder einer Hochzeit. Einfach mal melden und mit denen besprechen.

Daneben gibt es immer einige Aktionen, die man über die Homepage erfahren kann und zudem ist Montags Reibekuchentag. Ich finde der Besuch der Homepage lohnt dafür und weil es auch einige Rezepte des Kochs dort gibt :)

Als viel Spaß bei einer der nächsten Kneipentouren mit lecker Essen.

 

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Ding Dong

“Ding Dong, hier ist der Installateur. Darf ich bei ihnen ein Rohr verlegen?”

(Entschuldigung, aber ich hatte mal einen Freund, der wollte mit Drehbüchern für Pornos reich werden und ich konnte mir diesen schlechten Witz nicht verkneifen.)

 

Das Ding Dong ist seit Ende der 90er am Bertha-von-Suttner Platz und erfreut dort so manchen, der noch nichts im Bauch hat und schnell noch was braucht, was man notfalls auch im Gehen noch essen kann.

Es ist eine kleine Kette, die ein asiatisches Buffet hat und wenn man reinkommt, nimmt man sich ein Tablett und geht dann an dem Buffett vorbei, dass die typische Auswahl der Glutamatchinesen bietet. Da die meisten Menschen kein Interesse an Essen und Geschmack haben, überleben diese Läden halt überall. Sie sind so billig, dass man sich fragt an was das Glutamat als Geschmacksverstärker gegeben wurde. Wenn es nur weichgeklopftes Holz ist: ok … aber all die anderen Dinge … uaaaah … Bei den Preisen ist natürlich eine reduzierte Qualität und ein reduzierter Service zu erwarten. Die Servicekräfte können viele Sprachen, derer ich nicht mächtig bin, was auch egal ist, da es Selbstbedienung ist.

 

Wer Glutamatabhängig ist: rein in den Laden.

Wen Essen eh nicht interessiert: rein in den Laden.

Und wem es egal ist unter was für Bedingungen Servicekräfte in seiner Stadt arbeiten müssen: rein in den Laden.

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Cassiusgarten

Bonner City. Bonner Loch. Viele Menschen. Viel Gewusel. Stress. Hektik.

Dazwischen der Cassiusgarten und wenn ich ehrlich bin: auch hier viel Gewusel und Stress bzw. die Schlacht am riesigen vegetarischen Buffet wird hier täglich geführt. Aber, wenn man endlich die Schlacht und die Qual der Wahl am Buffet hinter sich hat, dann kann man gut in der Innenstadt hier essen und seine Mittagspause verbringen und wenn man einen Platz im Sommer draußen auf der Terrasse ergattert, dann wird es sogar ruhig und kuschelig.

Mehr gibt es eigentlich auch schon nicht mehr zu sagen. Absolut empfehlenswert wegen der guten Speisen und der wahnsinnigen Vielfalt jeden Tag.

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Margarethenkreuz

Die Margarethenhöhe ist der höchste Punkt im Siebengebirge an dem man als Autofahrer durch den Naturpark Siebengebirge fahren kann. Und so verwundert es nicht, dass hier auf beiden Seiten große Wanderparkplätze sind, auch das Museum des Naturparks ist hier oben und es gehen zahlreiche Wanderwege hier vorbei.

Was ist also klüger, als hier einen Biergarten und Gaststätte hinzusetzen für die bestimmt schon viele Wanderer dankbar waren (auch wegen der Toiletten): das Margarethenkreuz. Im Sommer sitzt man herrlich draußen und kann sich erfrischen und erholen bevor es dann weiter geht, entweder die letzte Etappe in Angriff nehmen oder auch wieder ins Auto und nach Hause. Aber vorher sitzt man noch im Biergarten und läßt den Tag mit seinen Steigungen und der gesehenen Natur Revue passieren.

Ich war noch nie drinnen im Margarethenkreuz und kann gar nix dazu sagen, wie es dort ist. Draußen ist es, wie es in einem Biergarten an einem Wandererknotenpunkt sein sollte: voll, gemütlich (schöne breite Stühle) und die Getränke schmecken.

Die Servicekräfte waren gestern etwas überfordert und erzählten, dass es ein verrückter Tag ist (an dem schon jemand umgefallen war und … ?) Normalerweise hätte ich den Service kritisieren müssen, weil sie nicht wußten, was sie für Kuchen hatten und die Rechnung am Ende war fehlerhaft etc. Aber wenn jemand umkippt … wer weiß, was da alles los war.

Also bin ich gnädig und sage einfach: schöne Einkehrmöglichkeit für jeden Wanderer.

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Kochen mit dem Lokalradio

Ich bin eine neidische, alte Frau, die seit Jahren miterleben muss, wie bei SWF3 mit Johann Lafer gegrillt wird im Radio und obwohl der Kochshowboom auch vor NRW keinen Halt machte, verweigerte sich mein Lokalradio hartnäckig und ließ mich darben.

Gestern, Sonntag der 16.06.2013 war es dann so weit: gemeinsam kochen von 9-12 Uhr mit meinem Lieblingssender Radio Bonn-Rhein-Sieg. WTF? Ach ja … Lokalradio, die haben ja Sonntags nur von 9-12 Uhr Sendung und danach übernimmt der/die/das Landessender (oder wie auch immer das heisst).

Die Einkaufsliste runtergeladen und den ersten Fehler gefunden und dem Radio gemailt. Die Liste wurde korrigiert und hat hoffentlich niemanden verwirrt und mein Bioladen in Sankt Augustin hat sofort gesagt, dass ich einfach alles mailen soll, was ich benötige und sie packen mir dann für Samstag einen Korb. Super. Das wurde ja mal ein einfacher Einkauf.

2013-06-16 08.18.33Sonntag. 7:30 Uhr. Ach, wenn ich eh auf bin, kann ich ja den Kalbsbraten (Kalbsfilet hätte ich bei meinem Metzger vorbestellen müssen. Ist ja auch egal. Hauptsache lecker Kälbchen.) noch etwas einlegen. Mit nackten Füßen auf den Balkon getapert, Thymian und Rosmarin abgeschnitten und in der Küche mit Knoblauch, Zitronenscheiben und Olivenöl vermischt und dann über das Fleisch gegossen, den ich eine Kuchenkastenform gelegt hatte. Bei den Gerüchen war ich nun eh wach. Also habe ich die Rezepte über den Herd gehangen und dann alle Zutaten rausgelegt und schon mal das ein oder andere abgewogen, damit ich später weniger Stress habe.

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Kaffee aufsetzen und dann raus auf den Balkon, in eine Decke wickeln und noch etwas entspannen und in den Tag kommen.

Sonntag. 9:00 Uhr. Pünktlich sitze ich nun vor dem Radio. Einleitungsgeplänkel (notwendig und gut) und dann warte ich auf die ersten Befehle, die ich bereit bin entgegenzunehmen und auszuführen und höre dann, dass wir in der ersten Stunde noch gar nichts richtig machen, sondern erst so gegen 10 Uhr anfangen.

Och … hm … was mache ich jetzt? Zuerst sitze ich etwas gelangweilt rum und beschließe dann, dass ich ja schon vorbereitende Tätigkeiten tun kann. Nüsse grob hacken mit dem Nudelholz. Die kommen später in die Streusel für den Rhabarberstreusel (Man nennt Streusel jetzt immer Crumble und alle anderen meinen dann, dass man ein Spitzenkoch ist, weil man so exotische Sachen kann).PhotoGrid_1371368489657

Die Sachen für die Salatsuppe liegen auch rum … vielleicht fange ich einfach mit der Suppe an und hab dann nachher etwas weniger Stress?

Auf die Suppe bin ich wirklich gespannt: Salatsuppe. Kopfsalat ist bei mir im Kopf nicht so sehr als Lebensmittel mit viel Eigengeschmack abgespeichert und ich muss sagen, dass ich nie mit Meerrettich koche. Komme halt nicht aus Süddeutschland und das geht an mir vorbei.

Ich schneide also schon mal den Kopfsalat, blanchiere und schrecke dann ab.

Oh … im Radio wird angefangen… man sollte den Braten schon mal anbraten und in den Ofen tun, da er dort ja 1 1/2 Stunden garen muss. Gesagt, getan. Im Radio eine kurze Zusammenfassung, was ich nun schon alles getan haben sollte. Pi mal Daumen passt das. Bin mit der Suppe schon weiter, dafür hab ich den Spargel noch nicht geschnitten, weil ich nicht will, dass der rumliegt und austrocknet und auch die Kräuter schneide ich erst kurz vor knapp, damit nicht alles an Aromen verfliegt.

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Als ich die Suppe püriere, wird mir klar, dass ich das niemandem anbieten würde aus optischen Gründen und passiere das ganze einmal. Kopfsalat wird vom Mixer nur mäßig geschnitten und deshalb läuft die Suppe nun einmal durch das Netz und die Stücke bleiben draußen. Der Rest wird dann abgeschmeckt und ich bin dankbar, dass ich genügend Kocherfahrung habe um nicht einfach alles reinzuhauen, was im Rezept steht, sondern von allem etwas und dann abschmecken und schauen, wovon ich mehr und wovon ich weniger möchte.

Sonntag. 11:00 Uhr. Ich finde, dass ich gut in der Zeit bin, setze mich also mit einem Tässchen Suppe an den Küchentisch, als das Radio sagt “Wir schneiden nun den Rhabarber nachdem wir die Crumbles bereit fertig haben.” WTF? Streusel schon fertig? Äh … Rhabarber schneiden? Öh … ich muss erstmal die Spargel schneiden und zudem kommt leich mein Braten raus und den muss ich ja auch noch schneiden.

Stress breitet sich nun aus. Dann klingelt das Handy. Das Radio ist dran. Eine kurze Schalte zu Volker Groß. “Karin, warum ist deine Suppe schon fertig?” Äh, öh, uh .. well … dafür bin ich leider mit dem Nachtisch komplett in Verzug.

ICH HATTE RIESIGEN SPASS!

Ich koche gerne und gut und somit sind die Rezepte kein Problem gewesen. Das Wissen darum, dass da im Radio Bonn Rhein-Sieg Land gerade noch viele anderen mitkochen, war ein schönes Gemeinschaftsgefühl mit der nötigen Distanz, denn wenn ich ehrlich bin, bin ich in meiner Küche am Liebsten alleine. Zudem macht es mir Spaß das ganze fotografisch zu begleiten (mit dem Smartphone und leider bin ich eine fotografische Nullpe, aber es macht mir Spaß) und zu wissen, dass nun andere meine Fotos auch anschauen werden.

Das Kochen war einfach und zu schaffen, WENN man kochen kann. Ich hätte nicht probieren wollen, was andere kochen, die weniger gut kochen können. Das liegt daran, dass die Anweisungen aus dem Radio in der Regel zu spät kamen. Meistens erfuhr ich erst in der Zusammenfassung, was ich alles hätte tun sollen, während ich noch Kaffe trank und dachte “Och, passiert noch nix.”

Bitte, laßt uns das wiederholen und wir lernen ja alle dabei.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass genauere Anweisungen kommen und vielleicht mehr Fotos aus dem Kochstudio, die dann unversierten Köchen auch helfen können, wenn sie unsicher sind.

Ich vermute, dass das Radio einen richtigen Zeitplan erstellen muss, was in welcher Viertelstunde gesagt werden muss, damit die Köche zuhause mitkommen und nicht so viel staunen. Eine unterstützende Möglichkeit ist natürlich auch eine Art Zeitplan Samstags ins Internet zu laden, sodaß jeder nebenher lesen kann, was in etwa wann geschehen soll.

Und hier nun das fertige Menü:

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PS: ich bin froh, dass ich die Haselnüsse für die Crumbles nicht so klein gemahlen habe. Dadurch war der Geschmack viel intensiver und die Textur im Mund auch nicht so einfaltslos, sondern abwechslungsreich und spannender.

PSS: das Kräuterpüree ist mir zu dominant gewesen in der Zusammenstellung. Kalbsfleisch ist so zart und Spargel hat einen sehr eigenen, aber auch nicht dominanten Geschmack. Das Püree hat mir alles im Mund zerstört. Oder war meine Knoblauchzehe zu dick? Ich würde nur normalen Kartoffelpüree oder nur Salat dazu machen in der Wiederholung.

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Unter Umständen ein neues Geschlechterbild

Das mich das Bild von Frauen (damit einhergehend auch das von Männern) in Fernsehfilmen und Shows gewaltig nervt und ich aktuell so viel lese wie damals, als es noch kein Fernsehen gab, hatte ich ja hier bereits sehr ausführlich erläuert.

Es ist also wieder mal einer dieser Abend an denen ich Lust auf Fernsehen habe und mir denke “Ach, schau doch mal, was gerade läuft” und greif nicht automatisch zur Mediathek oder einer Serie oder dem, was du noch auf deiner Platte an Aufnahmen hast. Gesagt getan und in SAT1 kommt ein Film. “Unter Umständen verliebt” … hört sich zwar nach unsäglicher Schmonzette an, aber ich will zumindest dem Kurztext eine Chance geben und lese ihn mir durch:

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Und da ist es wieder: das Frauenbild in Fernsehfilmen, dass mir so verhasst ist.

Steffi hat alles worüber sich Frau heutzutage so definiert: Model (-> wunderhübsch), erfolgreicher Mann, schickes Zuhause… oh … aber mit dem Kind klappt es nicht. KREISCH…. bin ich überhaupt noch eine Frau, wenn ich kein Kind kriegen kann?

Jetzt werden mir einige vorwerfen, dass es diese Probleme gibt und das dann für die betroffenen Frauen und /oder Paare auch ein echtes Problem ist und ich sage “Ja, stimmt.”

Gäbe es in Fernsehfilmen eine ausgewogene, gleichberechtigte, nicht sexistische Darstellung von Frauen in der Mann endlich versucht “Gleichberechtigung” zu leben, dann hätte ich auch kein Problem mit Filmen in denen Frau auch mal typisch schwach und hilfslos ist oder eben sich über Kinder und Mann definiert oder kein Kind zu kriegen ihre Identität als Frau in Frage stellt. Mein Problem ist, dass Fernsehfilme überwiegend soetwas darstellen und eben nur in Ausnahmefällen starke Männer und auch starke Frauen, die nach vorne denken und handeln.

In meiner Twitter TL habe ich eine Menge lesbische Frauen und weil es mir daran im echten Leben mangelt, fällt mir auch erst seit kurzem auf, wie heteronormativ wir ebenfalls gestrickt sind und ich selber kann mich auch davon nicht ausnehmen und nur sagen, dass ich wirklich versuchen werde dem in meinem eigenen Denken und Reden entgegen zu handeln, dabei aber auch Unterstützung benötige.

Ohne den Film gesehen zu haben, unterstelle ich, dass mit “erfolgreicher Mann” ein Mann gemeint ist, der beruflich Erfolg hat und zwar im finanziellen Sinne und im hierarchischen Gefüge weiter oben ist und mit “schickes Zuhause” ist eine Optik zu verstehen, die der Brigitte oder Schöner Wohnen entsprungen ist.

Warum ist ein schönes Zuhause nicht eines in welchem sie mit dem nötigen Kleingeld z.B ein Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit und fairer Produktverarbeitung sind? Warum ist der Mann nicht erfolgreich, weil er es schafft am Arbeitsplatz gegen Mobbing oder Bossing oder Sexismus vorzugehen und sie ist deshalb unendlich stolz auf ihn? Warum geht nicht sie arbeiten und er ist zuhause und das wird auch gar nicht groß dramatisiert (Oh, was ist der Mann für ein Held, dass er zuhause bleibt <kotz>) und warum hat sie nicht eine starke Ehefrau statt einem Ehemann?

Ich bin im Leben eines dieser Alphatierchen, die sich nie um Emanzipationsdiskussionen gekümmert hat. Fand ich immer albern. ICH konnte mich ja durchsetzen. Aber ich wache gerade auf und merke, dass es mir nicht um durchsetzen geht. Es liegt warscheinlich am Alter, dass die Karriere und das berufliche Weiterkommen nicht mehr interessant sind und der Fokus nun umgelenkt wird in der zweiten Lebenshälfte.

Das Publikum will diese Sendungen? Das glaube ich nicht. Man möchte abends oft Unterhaltung, einfach, nicht zu viel denken und etwas berieseln lassen und fürs Herz soll es ab und an auch sein. Aber seichte Herzunterhaltung muss nicht dumpf sein.

Strengt euch an, liebes Fernsehen und liebe LeserInnen, damit ich euch wieder ernst nehmen kann.

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