Usbekistan 1991 – die zweite

Ich bin 21 Jahre und mit Jugendlichen aus der ganzen Welt befinde ich mich bei einer Ausgrabung im alten Samarkand. Sehr früh morgens sind wir losgezogen, denn gegen 11 Uhr wird es langsam zu heiss zum Arbeiten draußen in der Wüste und dann kehren wir bis ca. 16 Uhr ins Hotel zurück.

Als wir zurückkommen und gerade geduscht sind, steht der KGB vor der Tür. Typisch Wessi nehmen wir das gar nicht so ernst und sind eher belustigt, dass sich jemand als “KGB” vorstellt. Dann müssen wir uns auf dem Flur mit Pässen versammeln und dann werden uns die Pässe weggenommen. Diskussion stand bei denen eher nicht auf dem Lehrplan.

Was ist passiert?

Wir begreifen es gar nicht wirklich.

Morgen soll der Föderationsvertrag zwischen den ehemaligen Sowjetrepubliken unterschrieben werden. Der letzte Versuch von Michail Gorbatchow dieses vielfältige Land zusammenzuhalten nachdem er Glasnost und Perestroika ins Land brachte vor 6 Jahren. Die Kommunistische Linke der KPdSU fühlte sich ideologisch hintergangen und sammelte nun viele Menschen mit denen sie in Moskau an diesem Tag dann den Putsch versuchte.

Wir saßen in unserem Hotel in Samarkand vor dem Fernseher ohne Pässe und alles, was wir mitbekamen war entweder Info vom KGB, von Freunden oder wir sahen es unter unseren Hotelfenstern.

Im Fernsehen wurde das Programm geändert und es gab nur noch Militäraufmärsche zu sehen. Die Putschisten übernahmen die Macht für einige Tage und versuchten das riesige Land unter Kontrolle zu bringen in dem sie z.B.  die Uhren im ganzen Land auf Moskauzeit umstellen liesen (wie zu Stalins Zeiten, wurde uns gesagt) und eben auch das Fernsehen zentralisiert wurde. Jetzt ging die Sonne halt mittags unter. Aber letztendlich ist es egal, ob die Sonne laut offizieller Uhrzeit um 1 Uhr nachts aufgeht oder eben um 5 Uhr.

An diesem Tag sahen wir riesige Aufmärsche von Soldaten und Panzern in der Stadt. Usbekistan hat eine Grenze mit Afghanistan und was hier passierte war einfach nur ein Potenzgebahren. Ich bin froh, dass ich eine sehr unbeschwerte 21-jährige war, denn so konnte ich mich aufregen über das was ich sah, konnte Wut und Coolness im Wechsel ausleben, aber für Angst hatte ich überhaupt keine Zeit und Angst habe ich auch bis dahin nie kennengelernt. Mit meinem absolutistischen, westlichen Friedensbewegungsgehabe, diskutierte ich also jeden, der Willens war in Grund und Boden.

Einige Tage später bekamen wir unsere Päße zurück, konnten die Rückreise antreten und hatten eine grandiose Abschiedspartie ohne je gewußt zu haben, was wirklich passiert war. Das haben wir alle wohl erst begriffen, als wir zuhause waren und unabhängige Nachrichten gelesen haben.

In der Folge übernahm Boris Jelzin immer weiter die Macht in der UdSSR und Ende des Jahres wurde die Auflösung der Sowjetunion beschlossen.

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Ich möchte als Erwachsener behandelt werden.

Ich komme gar nicht mehr über die News gestern hinweg, dass der Betriebsrat (BR) von VW den Email Stop nach Feierabend durchgesetzt hat. Da werden 30 Minuten nach Ende der Gleitzeit die Email Server runtergefahren und 30 Minuten vor Gleitzeitbeginn werden sie wieder hochgefahren. Artikel dazu

Wahrscheinlich beschäftigt mich das auch so sehr, da ich selber in einem großen, deutschen DAX Unternehmen arbeite mit einem extrem starken BR. Ein BR, der mich dazu gebracht hat, dass ich schon vor langer Zeit aus der Gewerkschaft ausgetreten bin und seitdem auch nicht mehr zu BR Wahlen gehe. Dass ich von meinem Recht zu wählen keinen Gebrauch mache, betrübt mich sehr, da es für mich ein Grundwert von Demokratie ist. Aber zur Wahl steht mir halt Helga, 52 Jahre mit 3 Kindern oder Ernst, 61 Jahre mit 2 Kindern oder auch Kevin, 28 Jahre und das erste Kind ist unterwegs. Nichts gegen Kinder, aber ich wähle aufgrund einer politischen Haltung und nicht aufgrund der süßen Kinder. Die interessieren mich an dieser Stelle nicht.

In meinem letzten Gespräch damals mit dem BR habe ich gesagt, dass ich erst wieder wählen werde, wenn ich erkenne, wofür jemand politisch steht. Als Antwort bekam ich, dass sich dann ja überhaupt niemand mehr für den BR melden würde als Kandidat, es wäre schon so schwierig genug.

Nehmen wir also das Beispiel von VW. Hier haben sich die BR Mitglieder durchgesetzt, die warscheinlich bei der Wahl neben ihren Namen und die Kinderanzahl geschrieben hatten, dass sie sich um Arbeitszeiten kümmern würden. “Mein Interesse gilt Arbeitszeiten” heisst es dann so schön im Wahlzettel … aber in welche Richtung?

Es gibt in sochen Firmen also nur 3 Möglichkeiten:

  1. jemanden wählen, der möglicherweise genau das Gegenteil vertritt von dem, was ich mir wünsche
  2. gar nicht wählen gehen
  3. sich selber zur Wahl stellen
Im Sommer 2011 konnte ich firmenintern wechseln in ein Projekt, welches aktiver Treiber ist um Enterprise 2.0 in der Firma zu etablieren. Das Thema kann man per Order von Oben einfach mit Gewalt durchsetzen (nicht in deutschen Firmen mit BR, aber in anderen Ländern geht sowas) oder es wird ein sehr langer Change Prozess, der begonnen hat.
Glücklicherweise gibt es niemanden mehr im Vorstand, der anzweifelt, dass Smartphones und das Internet unsere Kommunikation und Zusammenarbeit verändert haben und wir darauf reagieren müssen und auch wollen. Ricardo Semler sagt: “Die Mitarbeiter werden nicht an der Leine geführt, sondern als Erwachsene angesehen, die fähig sein müssen, Entscheidungen, ihre Arbeit und ihr Leben betreffend selbständig zu erledigen.”
In diesen Zeiten kommt nun der BR von VW und stellt die Server außerhalb der Dienstzeit ab.
“Hallo lieber Arbeitnehmer, du kannst halt nicht für dich selber sorgen, weil das ist ja alles so schwierig in dieser Zeit, da übernehmen wir das dann für dich. Ach sind wir lieb.”
Die Wut, die sich in mir manifestiert aufgrund solch herrschaftlichen Gebarens, kann ich überhaupt nicht beschreiben. Fassungslosigkeit macht sich in mir breit.
Die Realität in solchen Firmen sollte man einmal erlebt haben um zu verstehen, wie sie funktionieren.
Eine Kulturänderung, die mit den anderen Kommunikationsformen und Zusammenarbeitsmodellen schleichend kommt, versuchen wir aktiv voranzutreiben und dadurch zu beschleunigen. Das ist ein hartes Brot, aber ich habe großen Spaß daran und liebe diesen Job.
Ich frage mich, ob ich es aushalten würde, wenn der BR in meiner Firma so etwas durchsetzen würde.
Deswegen gilt meine ganze Solidarität in diesem Moment den Kollegen bei VW die sich für Social Media, Enterprise 2.0 und alles in diesem Kontext zusammenhängende. Und wenn sich ein VW`ler privat melden möchte zum Austausch: gerne!

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Usbekistan 1991 – die Erste

1991 war ich in der sozialistischen Sowjetrepublik Usbekistan. Damals gab es noch die UdSSR. Nicht mehr lange, aber im Sommer, gab es sie noch.

Vadim und Timur, 2 treue Begleiter seitdem ich in Usbekistan angekommen war, hatten mich nachmittags abgeholt und mit in eine Moschee genommen. Nach interessanten Gesprächen und viel Tee im Schatten außerhalb der Moschee, machten wir uns dann am frühen Abend wieder auf den Rückweg und sprangen auf den ersten Bus, der an der Straße entlangfuhr.

Mich als Ausländer in Usbekistan zu identifizieren, ist relativ einfach und natürlich fielen wir im Bus auf. So viele Ausländer gab es zu Sowjetzeiten nicht und schon gar nicht welche, die öffentliche Busse benutzten und nicht etwa streng reglementierte Reisen mit Inturist machten.

2 junge Männer drängten Richtung Ausgang, da die nächste Haltestelle kam und während sie vom Bus sprangen, drehten sie sich um, lächelten mich an und der eine grüßte mit “Heil Hitler” und der andere brüllte “Achtung”.

Ich war 21 Jahre, in der BRD in einem Teil der Friedensbewegung aktiv und nun brüllten mir zwei Männer lächelnd ein “Heil Hitler” hinterher.

Meine Fassung: fassungslos.

Sprachlos. Dann ein empörtes “Habt ihr das gehört?”.

Dann überflutete ich meine Begleiter mit einer Aufarbeitung der Deutschen Geschichte, des Nationalsozialismus, dem aufkommenden Rassismus, der Friedensbewegung und bestimmt habe ich noch die Anti AKW Bewegung und meine Nachbarin mit verwurstet und das alles ohne Luft zu holen.

Vadim und Timur schauten mich freundlich an, aber auch ich merkte, dass sie überhaupt nicht verstanden, was ich sagte. Aber sie merkten, dass ich über die freundlichen Worte der jungen Männer verärgert war, ach … außer mir und als ich Luft holte sagte Timur: “They tried to be nice.”

WTF?

Tatsächlich bekam ich von allen die gleiche Erklärung: man hatte mich als “Deutsche” erkannt (mit 20 war für mich jede Nationalität gut außer der Deutschen. Wir hatten so viel Schuld eingetrichtert bekommen, dass “Nationalität” nur mit schlecht und rassistisch assoziiert werden konnte von mir).

Die einzigen Worte, die die 2 Männer im Bus auf Deutsch kannten waren halt “Heil Hitler” und “Achtung” gewesen. Und weil sie mir zeigen wollten, dass sie Deutsche mögen, verabschiedeten sie mich mit den Wörtern.

Jahre später passierte mir das in Rußland erneut, aber damals waren wir für viele Tage in einem Zug und so fragte ich denjenigen irgendwann, warum er mich mit “Heil Hitler” grüßt. Es gab die gleiche Erklärung. Er müsse sich entschuldigen, dass er kein Deutsch könne, aber trotzdem höflich sein wolle und es gilt als höflich einen Fremden in seiner Sprache ansprechen zu können und das waren die einzigen ihm bekannten Worte. In den kommenden Tagen hatten wir noch viele interessante Diskussionen und ich raste schon lange nicht mehr aus, wenn mich in Rußland jemand so begrüßt oder verabschiedet, sondern versuche dann höflich lächelnd auf Russisch “Hallo” oder “Tschüss” zu sagen, schließlich bin ich Gast und nicht etwa sie.

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Steak mit Pilzen in Rahmsauce und Zuckerschoten

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Im Wartezimmer

Trotz Termin durfte ich gestern 1 1/2 Stunden im Wartezimmer meines HNO unterschiedliche Erziehungsmethoden beobachten und bin dankbar … (ach lassen wir das ;)

In den Hauptrollen: Matti, Anna, Henry (alle ca. 20 Monate) bzw. deren Mütter und Väter.

Ich komme in das Wartezimmer und Matti mit Mama und Anna mit Mama sitzen dort bereits. Beide Kids stehen vor einem Stuhl und hauen begeistert auf die Sitzfläche. Die kleinen Patschehändchen hauen auf den Sitz und erzeugen Töne. Begeistert wird getrommelt und gelacht. Da aber eine Mutter mit älterem Sohn und nun auch ich in dem Wartezimmer sind, meinen die Mütter die Kinder maßregeln zu müssen.

“Matti hör auf, dass stört die anderen.”

“Anna. Nein. Nein, Anna.”

Natürlich hören die Kinder nicht auf. Hätte doch keiner von uns.

Mattis Mama kommt nun lächelnd auf ihn zu, schnappt ihn, wirbelt ihn durch die Luft, brabbelt lächelnd auf ihn ein und stellt sich dann mit Matti auf dem Arm ans Fenster und erzählt ihm, dass da ja tolle Autos draußen rumfahren. Sohnemann ist begeistert. Grüne Autos, schwarze Autos, blaue Autos … Brumm Brumm … toll.

Annas Mutter stapft entschlossen auf das Kind zu, das auf den Stuhl haut, packt sie harsch am Handgelenk und sagt “Nein. Ich habe Nein gesagt. DU bekommst heute GAR NICHTS mehr. KEINEN Keks. GAR NICHTS.”

Leider wird Matti schon bald zum HNO gerufen und nun geht die negative Lehrstunde in Erziehung weiter.

Anna verzieht nun das Gesicht, fängt an zu quengeln, weil sie weiter auf den Stuhl hauen will und zudem scheint sie sehr gut zu verstehen, dass sie keinen Keks mehr bekommt und ist nun wütend.

Das folgende Gekreische wird quittiert mit “Nein. Sei ruhig. Du darfst das nicht. Du bist böse. Kein Keks.” Mantraartig werden Verbote und Drohungen ausgesprochen, obwohl das Kind sich keines Unrechts bewußt ist. Die Mutter nimmt das Kind nun auf den Schoß und hält es mit aller Kraft dort, obwohl das Kind tobt und schreit. Sobald sie Anna runter läßt, ist Anna still, läuft allerdings direkt zur Tür des Wartezimmers und das will Mama nicht. Also kommt wieder “Nein. Ich will, dass du hier bleibst. Was habe ich gesagt? Es gibt keinen Keks mehr für ein ungezogenes Kind.”

Während Anna also immer hysterischer wird, weil ihre Mutter sich nicht mit ihr beschäftigt im Sinne von “dem Kind eine Alternative schaffen, wenn es nicht auf den Stuhl klopfen soll”, sondern nur Verbote und Drohungen ausspricht, erscheint nun Henry auf der Bühne des Wartezimmers.

Henry kommt mit Mama, Papa und ca. 5-jähriger Schwester.

Schwester holt sich ein Buch, klettert bei Papa auf den Schoß und Papa liest ihr vor.

Henry will auch ein Buch, ist aber noch etwas unkoordiniert und reisst einen Stapel Kinderbücher auf den Boden. “Henry NEIN. Henry, was soll das? Henry aufräumen.”

Während ich weiterhin so tue, als ob ich mich auf meine Zeitschrift konzentrieren würde und ab und an mal umblättere um nicht auffliegen zu lassen, dass ich keinen Schimmer habe, was ich da lese, bin ich erstaunt, wie genervt Eltern mit ihren Kindern umgehen. Henry ist 20 Monate. Menschenbabys sind halt ziemlich dumm und durchlaufen eine lange Entwicklungszeit. Henry sind ein paar Bücher auf den Boden gefallen und er hat nicht etwas den roten Knopf für den Atomkrieg drücken wollen.

“Henry komm hier hin.”

“Henry”

“Henry, was habe ich gesagt?”

“HENRY!”

Währenddessen kreischt Anna hysterisch weiter, weil ihre Mutter sie mal wieder umklammert auf dem Schoß hält, wie in einer Zwangsjacke.

Henry läuft auf seine Mama zu und zielstrebig an ihr vorbei zur Tür des Wartezimmers. Seine Mutter greift ihn ebenfalls harsch am Handgelenk und wiederholt nun stakkatoartig “NEIN”. Henry versteht das Problem nicht (ich auch nicht) und brüllt.

“Nervst du mich wieder? Willst du nerven. Immer nervst du.”

Oha. Papa liest unbeirrt weiter der größeren Tochter vor.

Nun wird Anna zum HNO gerufen und kaum ist sie beim Arzt, hört man auch kein Gebrülle mehr.  Endlich beschäftigt sich jemand mit ihr und wenn er nur mit lustigen Instrumenten in den Hals schaut. Besser, als das ewige NEIN-Gebrülle und die Keks-Drohungen.

Der Kampf mit Henry geht weiter und wird dann vom Vater beendet, der beide Kinder auf den Schoß nimmt und mit beiden zusammen “Hoppe, hoppe Reiter” spielt. Henry ist natürlich sofort ruhig.

Mutter: Ach … bei dir ist er wieder ruhig

Vater: Jetzt sei doch nicht so gestresst

Nach 1 1/2 Stunden Wartezimmer fühlte ich mich noch kränker und war extrem gestresst. Ich will nicht wissen, was für einen Stresslevel die Kids hatten.

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So schmeckt die Sonne

Seit Stunden fährt meine 4-köpfige Familie durch die Hitze über holprige Straßen und atmet den Staub Spaniens ein, der sich in jeder Autoritze und jeder Hautfalte niederläßt und beheimatet.

Aber Papa hat Erbarmen und hält.

Wir hüpfen alle in die Orangenplantage hinein, die Sonne läßt die Früchte wie goldene Nuggets erscheinen und genau das sind sie auch. Nuggets … aber nicht geschürft im Wilden Westen, sondern gepflückt in der Hitze Spaniens.

Und da liegen wir glücklich und machen Pause und halten die Orange in der Hand, die Papa mit dem Taschenmesser aufschneidet. Der Saft läuft über meine kleinen Händchen, als ich die Orange lachend und mit großen Augen entgegennehme und dann graben sich meine Lippen und Zähne in das Fleisch und dann weiss ich, wie Sonne schmeckt.

Sonne schmeckt warm, süß und frisch.

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An Tagen wie diesen

Ich hab im Lotto gewonnen. 3,5 €. Entgeistert schaue ich die Lottofachhandelsfrau an. Ich scheine auf diesen Betrag abonniert zu sein. Irgendwo da im Universum schwebt meine kleine Lebenskugel und in der ist hinterlegt, dass wenn ich im Lotto gewinne, dann immer 3,5 €.

Die Münzen rutschen in mein Portemonnaie und frustriert laufe ich zurück zum Auto. Was soll ich schon mit 3,5 € ?

40 Minuten später steh ich nun auf dem Bonner Marktplatz mit einer großen Pommes mit Mayo in der Hand. Sonne scheint auf uns runter bei 3 Grad und Menschen hasten an mir vorbei. Die einen auf dem Weg zur Uni, die anderen genießen den ausgiebigen Shoppingtag und Dritte sind vielleicht einfach nur auf der Suche.

Ein Fülle an Menschen auf die ich da schaue während ich genüßlich eine Pommes nach der anderen teste.

Danke Lottogewinn. Ohne dich hätte ich mir die kleine Pause im Leben nicht gegönnt.

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Dirigent zu mir in der Probe:

“Das Problem zwischen ihnen und mir ist, dass sie diejenige sind, die das Denken übernehmen will.“

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Die wahre Homestory der Karin

  1. Ich heisse wirklich Karin.
  2. Ich war mal in Richard von Weizäcker verliebt.
  3. Es wurde mit der Pubertät nicht besser, denn dann hab ich mich in Billy Idol verliebt.
  4. Ich esse alles außer rohen Tomaten und Meerestieren und -früchten (KEINE Algen = KEIN Sushi!)
  5. Kaffee am Liebsten als Espresso oder beim Starbucks die Grande Latte.
  6. Gäste bekommen bei mir Leitungswasser zu trinken.
  7. Meine Hände sind schön, aber meine Finger zu kurz um Pianistin zu werden.
  8. Heute spiele ich Blockflöte, stehe dazu und erzähle gerne darüber.
  9. Meine Haare (und die Verweigerung derselben zu Ergrauen) habe ich von meiner Mutter und deren Mutter geerbt.
  10. Meine Migräne habe ich von meinen Vater und dessen Mutter.
  11. Es gibt 3 Orte in dieser Welt die sich wie “zuhause” anfühlen: der Rhein, Ulaan-Ude in Burjatien und Mount Rainier und seine Umgebung.
  12. Ich habe 2 Tauchscheine.
  13. Tauchen ist das Gefühl sich dieser Welt zu entziehen und in Freiheit zu sein, weil alle Gesetze außer Kraft gesetzt sind.
  14. Ich habe keine Haustiere und kann auch nichts damit anfangen, dass Haustiere misbraucht werden für die oft notwendigen Therapien ihrer Besitzer.
  15. Bisher waren alle meine Autos von Renault und die meisten davon grün.
  16. Ich bin bekennender Wechselwähler.
  17. Faust ist kein Buch sondern eine Lebenshaltung.
  18. Ich bin eßgestört.
  19. Wenn ich Menschen neu begegne, meine ich sie prüfen zu müssen in dem ich mich besonders schlecht benehme.
  20. Ich habe Tibetologie studiert.
  21. Die schönsten Abende sind die ruhigen mit Freunden, die ich bekochen darf und an denen wir uns verquatschen oder zusammen spielen.
  22. Alkohol trinke ich schon lange nicht mehr.
  23. In meinen Träumen war Tim Curry aus der Rocky Horror Picture Show mein Vater.
  24. Ich lasse meine Nägel bei Biggi machen. Seitdem ich dort bin, habe ich keine Tageszeitung mehr, denn Bonn spielt sich bei ihr im Laden ab.
  25. Als Kind habe ich mit einer Freundin Spinnen in einem Haus gehalten und mit ihnen “Spinnenfamilie” gespielt.
  26. Ich bin evangelisch.
  27. Ich habe kein Problem mich als Lindenstraßen-Fan zu outen.

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“Die Fähigkeit Fahrrad zu fahren macht keinen Umweltschützer.”

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